Waldbrände bedrohen Berggorillas
Juli 1999 - Weite Teile des im Südosten von Uganda gelegenen 333 Quadratkilometer großen Bwindi-Impenetrable-Nationalparks sind von einem Großfeuer zerstört worden. In diesem dritt-größten Waldgebiet des Landes leben etwa 300 der vom Aussterben bedrohten Berggorillas, die Hälfte der Gesamtpopulation. Weil moderne Löschgeräte fehlen und die Region unter großer Trockenheit leidet, ist es der Bevölkerung noch nicht gelungen, die seit fünf Tagen wütenden Brände unter Kontrolle zu bringen. Batwa-Pygmäen sollen sie beim Ausräuchern von Bienenstöcken verursacht haben. Im Bwindi-Nationalpark wurden Anfang März acht Touristen, die dort an Menschen gewöhnte Berggorillas besuchen wollten, von Hutu-Extremisten ermordet. Der Vorfall war ein schwerer Schlag für die noch junge aber aufblühende Tourismusindustrie Ugandas. Regierungsvertreter befürchten jetzt deren vollständiges Zusammenbrechen, falls die Feuer nicht gelöscht werden können.
© U.Karlowski